Archiconvent der Templer
Antonius der Große
Archiconvent der Templer
Denn Christus ist wahrhaftig der Logos des Vaters und sein unwandelbares Ebenbild. Aber das Wesen der Geschöpfe, die als Abbilder dieses Ebenbildes geschaffen sind, ist wandelbar. Damit fielen wir der Sünde anheim, verfielen dem Tod und verdarben unsere geistige Natur.

Alles, was aus diesem Grunde unserer geistigen Natur fremd ist, führte dazu, daß wir zu einer Wohnstatt der Finsternis wurden, erfüllt von Widersprüchlichkeit (wörtlich: von Kampf).
Ich bezeuge euch, daß uns in diesem Zustand jegliches Wissen um das Gute fehlte.

Deshalb sah Gott, unser Vater, unsere Hinfälligkeit, daß wir nämlich nicht imstande waren, uns mit der Wahrheit zu bekleiden; und in Seiner Güte suchte Er Seine Geschöpfe heim."

Antonius der Große
- der "Wüstenheilige" und Vater aller christlichen Mönche. Nach dem Tod seiner Eltern, im Alter von etwa 18-20 Jahren, verkaufte er sein umfangreiches Erbe.
"Sorgt euch also nicht um morgen; denn der morgige Tag wird für sich selbst sorgen. Jeder Tag hat genug eigene Plage." Mt. 7,16.

Nach asketisch verbrachten Jahren wurde er Eremit in der Wüste. Als später weitere Eremiten, die zuerst in seiner Nähe am Berg Qulzum, dann in einem Kloster siedelten (heutiges St.-Antonius-Kloster der Koptischen Kirche), erkor man ihn zum Mönchsvater. (Abbas, "Vater")

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Antonius der Große
In Wahrheit, meine Kinder, diese unsere Entwürdigung ist für sie aller Grund zur Trauer, so, wie andererseits unsere Erlangung des Heils und der Herrlichkeit ihnen allen Freude und Ruhe gibt.
Erkennt aber, daß die Güte des Vaters nicht aufhört, seit sie wirksam wurde, und uns immer mit Gnadentaten aufhilft bis heute, damit wir dem verdienten Tod entgehen. Denn wir sind frei geschaffen, und die Dämonen lauern uns unablässig auf. Dies ist der Grund, weshalb geschrieben steht: "Der Engel des Herrn umschirmt alle, die Ihn fürchten, und er befreit sie". (Ps. 34,8)
Mönchsvater.
(Abbas, "Vater")
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