Archiconvent der Templer
Antonius der Große
Archiconvent der Templer

Daher erwägt und bedenkt die vernünftige und gottgefällige Seele das schlimme Leid nach dem Tod und verhält sich fromm und gottesfürchtig. Sonst würde sie ja verurteilt und demselben verfallen.

Denn die Ungläubigen kennen Frömmigkeit und Gottesfurcht nicht und sündigen, weil sie das, was sie dort erwartet, nicht interessiert: Toren, was ihre Seele anbelangt!

Ihr, die ihr euch auf den Weg zu Gott begeben habt, müßtet das Heil eurer Seele aufgrund des Urgesetzes durch den Gottesbund suchen. Aber wegen der großen Zahl unserer Schulden, wegen der Verkehrtheit unserer Lebensführung und wegen der Begehrlichkeit unserer Leidenschaften bedeutete uns die Verheißung immer weniger, und die Sinne unserer Seele wurden stumpf.

Deshalb — also wegen des Todes, dem wir verfallen sind — können wir durch sie (die Sinne unserer Seele) unsere herrliche Geistnatur nicht mehr erkennen. Deshalb heißt es in der Heiligen Schrift: Wie in Adam alle sterben, so werden in Christus alle lebendig gemacht werden. (1. Kor. 15,22)

Christus ist also das Leben für jedes vernunftbegabte Geisteswesen, das als Abbild des göttlichen Ebenbildes geschaffen ist.

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Antonius der Große
ob euch nicht Hilfe zukomme von Gott, der in der Höhe thront, damit unter Seinem Schutz euere Herzen und Gedanken in Christus seien.
Denn fürwahr, meine Kinder, in einem Räuberhaus befinden wir uns und in Fesseln des Todes sind wir gehalten. Ich sage euch:
Unsere Nachlässigkeit, unsere Neigung zur Selbstentwürdigung und unser Hang zur Abkehr vom Guten schaden nicht nur uns selbst, sondern schmerzen auch die Engel und alle Heiligen in Christus Jesus, weil wir sie dadurch noch immer nicht zur Ruhe kommen lassen.
Vater aller christlichen Mönche
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